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Juni 2024

Mit festem Willen zu guter Arbeit: Pioniergeist – gestern, heute und morgen

Als Hans Liebherr 1949 den mobilen Turmdrehkran erfand, legte er den Grundstein für ein Weltunternehmen und eine Vielzahl bahnbrechender Innovationen auf unterschiedlichsten Technikfeldern. Sein Pioniergeist ist seither Teil der Liebherr-DNA.

„Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“, wusste schon Leonardo da Vinci. Der Universalgelehrte traute sich an das Unvorstellbare heran, konstruierte einen Fallschirm, einen Roboter-Ritter und einen muskelbetriebenen Helikopter. Während die einen ihn für ein Genie hielten, sahen andere in ihm einen Zauberer oder erklärten ihn schlicht für verrückt.

Heute wissen wir: Um neue Horizonte zu eröffnen, kommt es auf mehr als einen Geistesblitz an. Zur richtigen Idee, zur richtigen Zeit, zum richtigen Ort, gehört auch die Fähigkeit von Persönlichkeiten, die Innovation auch tatsächlich auf den Weg zu bringen. Hans Liebherr hatte 1949 angesichts der großen Herausforderungen beim Wiederaufbau kriegszerstörter Städte einen mobilen Turmdrehkran erfunden. Ein mechanischer Geniestreich, der das Arbeiten auf der Baustelle und den Blick auf das Erreichen großer Ziele revolutionieren sollte. „Mit festem Willen zu guter Arbeit kann man auch an fast unerreichbar scheinende Ziele gelangen. Von Rückschlägen darf man sich nicht gleich entmutigen lassen, der Glaube kann Berge versetzen“, lautete das Mantra des Firmengründers.

Überaus zukunftsfit

Für den Technikhistoriker und Zukunftsforscher Professor Dr. Hans-Liudger Dienel vom Lehrstuhl für Arbeitslehre, Technik und Partizipation an der Technischen Universität Berlin liegt genau in einem solchen Pioniergeist eine besondere Stärke: „Wer sich in diesem Grundvertrauen ganz einer Sache widmen kann, wird auch immer wieder Gelegenheit bekommen, Neuland zu betreten, innovative, pragmatische Lösungen zu entwickeln und das Produktprogramm stetig zukunftsfähig zu erweitern.“

Wie ein solcher besonderer Pioniergeist seit nunmehr 75 Jahren das Gestern, Heute und Morgen über alle Produktsegmente hinweg prägt, davon erzählt der folgende Ausschnitt beispielhafter Entwicklungen und wegweisender Projekte aus der Liebherr-Welt. Möglicherweise würde Leonardo da Vinci nach der Lektüre heute seine Erkenntnis von damals freudig ergänzen: „Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung – in immer kürzeren Abständen und immer größeren Faszinationen.“ Und wäre dann mit seinem Hubschrauber losgeflogen.

Digitalisierung – Fortschritt mit System

Sicherheit und Effizienz auf der Baustelle stellen höchste Ansprüche an Krane und ihre Bediener. Liebherr verbindet dazu umfassende Engineering- und Digitalkompetenzen miteinander. Planung und Steuerung von Arbeitseinsätzen wurden dazu auf ein neues Level gehoben. Zum Vorteil der Menschen vor Ort.

Gestern

Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit der richtigen Technik: 1949 stellt Hans Liebherr den TK10 vor, den weltweit ersten mobilen Turmdrehkran. Eine Revolution auf der Baustelle: Er lässt sich vor Ort einfach montieren und ermöglicht damit einen schnellen und preisgünstigen Auf- und Abbau. Eine bahnbrechende Innovation, die den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg beschleunigt und erheblich vereinfacht. Damit ist der Grundstein für die heutige Firmengruppe und deren nachhaltige Erfolgsgeschichte gelegt.

Technologieoffenheit – möglich machen, was möglich ist

Baufahrzeuge, -maschinen und Aggregate müssen hohe Anforderungen an Leistung, Robustheit, Sicherheit und Verlässlichkeit erfüllen – und das unter oft härtesten Bedingungen. Dazu setzt Liebherr auf die jeweils passenden Antriebslösungen.

Gestern

In den 1970er- und 1980er-Jahren werden die marktüblichen Einbaumotoren von Lkw-Antrieben abgeleitet. Der Nachteil: Die oft luftgekühlten Motoren erweisen sich für den Einsatz in schweren Baumaschinen als nicht zuverlässig und langlebig genug. Obendrein sind sie im Offroad-Betrieb reparaturanfällig, die Ersatzteilversorgung und Serviceverfügbarkeit sind weltweit nicht immer gewährleistet. 1981 entscheidet Hans Liebherr daher, eigene Verbrennungsmotoren für Baumaschinen zu entwickeln: robust, leistungsstark, wirtschaftlich. So laufen 1985 die ersten Serienreihenmotoren, D924 und D926, bei der Liebherr Machines Bulle S.A. in der Schweiz vom Band. Diese werden teilweise noch heute produziert.

Das Motorenportfolio entwickelt Liebherr stets weiter, um den sich verändernden Anforderungen der jeweiligen Branchen, der Gesetzgebung, der Kundschaft sowie Umweltaspekte gerecht zu werden. Als Beispiel für die jahrzehntelange Systemkompetenz steht der einheitliche Grundmotor. Dieser kann nach dem Baukastenprinzip modifiziert werden, um den Abgasnachbehandlungsvorschriften verschiedener Länder und Regionen zu entsprechen.

Produktentwicklung – aufs Ganze gehen

Neues und Veränderung im kleinen wie im ganz großen Maßstab entstehen bei Liebherr aus dem Blick über den Tellerrand. Dazu werden im Unternehmen immer wieder unterschiedlichste Kompetenzen gebündelt und mit der Praxiserfahrung eines Weltmarktführers verbunden.

Gestern

Als Hans Liebherr 1953 einen Seilbagger mietet, fällt ihm das Missverhältnis zwischen Gewicht und Leistung auf. Acht Monate später präsentiert er mit dem L300 den ersten Hydraulikbagger in Europa und verblüfft damit die Ingenieurswelt wie auch die Bauunternehmen. Überzeugend sind nicht nur das geringe Gewicht und die Übertragung der bekannten Hydrauliktechnik auf einen Bagger, sondern auch die effektive Reißkraft. 1954 geht das leistungsstarke Gerät bereits in Serie. 1960 folgt mit dem Mobilbagger A 650 eine weitere große Innovation: Der erste vollhydraulische Mobilbagger von Liebherr verbindet erstmals eine hydraulische Arbeitsausrüstung mit einem hydraulischen Fahrantrieb. Alle zum damaligen Zeitpunkt modernen technischen Möglichkeiten sind damit vereint.

Von Anfang an ist es Hans Liebherr wichtig, Schlüsseltechnologien selbst zu entwickeln und zu produzieren. Besonders deutlich wird dies 1983 beim Mobilbagger A 912. Dessen Dieselmotor, Hydraulikpumpe, Schwenkantrieb samt Planetengetriebe, Baggerachsen sowie Schalt- und Verteilergetriebe im Unterwagen stammen komplett aus eigener Fertigung. 1989 folgt mit Litronic ein weiteres Innovations-Highlight: Das Gesamt-System aus intelligenter Elektronik und funktioneller Hydraulik dient der Überwachung, Steuerung, Regelung und Koordination aller wichtigen Systeme des Baggers. In der seither kontinuierlich weiterentwickelten Form optimiert Litronic noch heute den Wirkungsgrad jeder Liebherr-Baumaschine.

Forschung und Innovation - unser Pakt mit der Zukunft

Forschung und Innovation sind bei Liebherr seit den Gründertagen Ausgangspunkt und Treiber der Produktentwicklung. Dabei sind gleichermaßen Erfahrung, Pragmatismus, aber auch Mut gefragt, den eigenen Weg immer wieder neu zu bestimmen, Richtungen anzupassen, ohne dabei das große Ziel aus den Augen zu verlieren.

Gestern

Als Hans Liebherr Anfang der 1950er-Jahre über einen persönlichen Kontakt von einem zum Verkauf stehenden Kühlschrankwerk erfährt, erkennt er rasch das enorme Potenzial der Geräte und des Marktes. Obwohl die Technologie, Lebensmittel zuhause kühl zu lagern, schon im 19. Jahrhundert in Deutschland erfunden wurde, kann sie sich zuerst in den USA durchsetzen. In Deutschland besitzt Anfang der 50er-Jahre lediglich jeder zehnte deutsche Haushalt einen Kühlschrank. Doch mit dem Wirtschaftswachstum steigt die Nachfrage rasant. Hans Liebherr entscheidet sich gegen den Firmenkauf und entwickelt 1954 stattdessen mit Fachleuten einen eigenen Kühlschrank. Bereits ein Jahr später startet im süddeutschen Ochsenhausen die Serienproduktion. Den Fokus setzt Hans Liebherr von Anfang an auf Innovationen und die Entwicklung von Qualitätsprodukten – von den ersten Standgeräten bis zu Einbaukühlschränken als reine Kühlgeräte oder Kühl-Gefrier-Kombinationen. Das kommt an im Markt.

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